Hinter der aus dem Jahr 1788 stammenden und unter Denkmalschutz stehenden Schauseite (die Pfeifen ausgenommen) einer von Johann Michael Stumm (1732-?) stammenden Orgel befindet sich ein Instrument mit 31 Registern (30 klingende Register und ein Quint- bzw. Oktavauszug), verteilt auf 2 Manuale (Hauptwerk und Schwellwerk) und Pedal. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registersteuerung elektrisch.
Die ursprünglich von der Orgelbaufirma Friedrich Weigle im Jahre 1977 erbaute Orgel (27 Register auf 2 Manualen und Pedal) wurde 2014/15 im Rahmen des Kirchenumbaus von der Meisterwerkstätte „Waldkircher Orgelbau - Jäger & Brommer“ generalüberholt und auf die jetzige Größe erweitert.
Das Schwellwerksgehäuse, die Schwellwerkswindlade sowie die Großpedal-Windlade wurden neu angefertigt, ebenso das Rückgehäuse der Orgel. Als neue Register kamen hinzu eine Basstrompete 8 ´ im Pedalwerk, eine Oboe 8´, eine Traversflöte 8´und eine Schwebung 8´ im Schwellwerk. Das Pedalwerk erhielt darüber hinaus als Besonderheit ein akustisches 32´-Register auf der Basis des vor der Erweiterung bereits vorhandenen Prinzipalbasses16´.
Die Orgel ist mit einer über 4000 Registrierungs-Speicherplätze verfügenden modernen Setzerkombination und einer Crescendowalze ausgestattet. Das zweite Manual (Schwellwerk) wurde mit Super- und Suboktavkoppeln, die separat auch dem ersten Manual (Hauptwerk) zuschaltbar sind, ausgerüstet. Die vielseitige Disposition, die zahlreichen Spielhilfen und die im Rahmen der Umbaumaßnahmen zusätzlich durchgeführte umsichtige und äußerst gelungene Neuintonation aller Register ermöglichen nun eine glaubwürdige Darstellung weiter Bereiche der Orgelliteratur und bieten eine ausgezeichnete Grundlage für ein facettenreiches gottesdienstliches Orgelspiel.